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Rohstoffe: Indium & Tellur könnten Photovoltaik-Produktion beeinträchtigen

5. Januar 2012 | Keine Kommentare | Hits: 1204

Stößt die Photovoltaik-Industrie als Hersteller von Solarmodulen an die Grenzen ihres Wachstums? Zwar steht der Grundstoff jeder Solarzelle, Silizium, in beinahe unbegrenzter Menge zur Verfügung, doch es kursieren in den Medien immer wieder Meldungen über Rohstoff-Verknappungen bei anderen elementaren Materialien wie Gallium, Selen, Indium oder Tellur.

Ende Dezember 2011 veröffentlichte das Energieministerium der USA (DOE) einen Bericht, indem die Produktion von Phtovoltaikanlagen vor allem durch die Verknappung von Indium und Tellur “kurz- und mittelfristig” beeinträchtigt werden könnte.

So überschreitet beispielsweise der Verbrauch des seltenen Metalls Indium schon jetzt die jährliche Produktionsmenge erheblich. Sollte sich das nicht grundlegend ändern, rechnen Experten spätestens bis 2035 mit dem Ende der Ressource. Gründe für die erhöhte Nachfrage bei Indium liegen unter anderem in seinem Einsatz in Flüssigkristall- und OLED-Bildschirmen sowie LED. Aufgrund der komplexen und vielschichtigen Materialzusammensetzung von Solarmodulen können die Grundstoffe in absehbarer Zukunft auch nicht recycelt werden.

Um dem Problem der Rohstoffknappheit der seltenen Materialen entgegenzuwirken, setzt das US-Energieministerium auf die Entwicklung von Solarzellen, die ohne besonderes begrenzten Ressourcen auskommen. So soll unter anderem mit Fördermitteln ein Energie-Innovationszentrum entstehen, um auch zukünftig den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien zu sichern.

Die Begrenztheit fossiler Energieträger ist hinlänglich bekannt und führte in den vergangenen Jahren in den Industrieländern bereits zu einem umfassenden Ausbau der erneuerbaren Energien. Der Trend zur sauberen, regenerativen und dezentralen Stromversorgung wird sich weltweit noch weiter verstärken. Windräder und Solaranlagen bieten aber auch in Regionen ohne geregelte Stromversorgung eine Entwicklungs-Alternative für die Zukunft.

Indium:
Indium (In) ist ein seltenes Schwermetall, dass in der Erdkruste etwa ebenso häufig vorkommt wie Silber. Derzeit wird das Element meist als Indiumzinnoxid und somit als transparenter Leiter für Touchscreens oder Photovoltaikanlagen verarbeitet. Die derzeit größten bekannten Vorkommen liegen in Kanada, China und Peru. In Deutschland findet sich Indium im Erzgebirge und im Harz.

Tellur:
Tellur (TE) zählt als Chalkogen zu den Halbmetallen und ist etwa ebenso häufig wie Gold. Als Cadmiumtellurid findet das Element Verwendung in Dünnschicht-Solarzellen. Tellur wird, ebeso wie Selen, industriell nur als Nebenprodukt der Kupfer- und Nickelherstellung gewonnen, vor allem in den USA und Japan. Tellur ist giftig und meist mit dem Gefahrensymbol “T” gekennzeichnet.

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