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Netzüberlastung durch erneuerbare Energien im Osten Deutschlands

23. April 2011 | Keine Kommentare | Hits: 745

Seit der neuerlichen Debatten um den Ausbau der erneuerbaren Energien herrscht große Uneinigkeit darüber, wie der dieser am schnellsten vorangetrieben werden soll. Die Bundesnetzagentur Ihrerseits plant jedenfalls den schnellen Ausbau der Stromnetze und das mit gutem Grund. Im Osten der Bundesrepublik drohen Stromausfälle, allerdings nicht wegen eines  Mangels an Strom, sondern wegen einem Überangebot von Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau plant die Bundesnetzagentur noch in diesem Sommer den Verlauf neuer Stromtrassen durch die Bundesrepublik Deutschland festzulegen. Behördenchef Matthias Kurth bezeichnete die Stromnetze als die Achillesferse eines schnellen Ausbaus der erneuerbaren Energien, da hier noch erhebliche Defizite bestünden, da die derzeitigen Netze nicht dafür ausgelegt seien, die schwankenden Energiemengen aus den erneuerbaren Quellen zu verteilen.

Vor allem beim Stromtransport von Nord nach Süd, im Osten Deutschlands, besteht großer Handlungsbedarf. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle warnte bereits zu Beginn des Jahres in seinem Elektrizitätsbedarf vor Stromausfällen im Osten der Republik durch überlastete Netze infolge des Ausbaus der erneuerbaren Energien.

Schon jetzt droht durch die Windenergie regelmäßig Überlastungsgefahr. Von solchen Problemen berichtet die Gesellschaft 50 Hertz Transmission, die sich das Stromübertragungsnetz in Nordostdeutschland betreut.

Derzeit komme es immer wieder dazu, dass große Mengen Windenergie nicht dorthin transportiert werden können, wo sie gebraucht werden. In Mecklenburg Vorpommern beispielsweise stehen zahlreiche Windparks, die jede Menge Strom erzeugen. Allerdings wird nur ein kleiner Teil davon im Osten Deutschlands benötigt, der Rest würde viel dringender den Ballungszentren Mittel- und Süddeutschlands gebraucht werden. Für den Transport dahin sind die Netze allerdings nicht ausgelegt und somit muss man manchen tagen der Windstrom verschenkt werden, damit es zu keiner Netzüberlastung kommt.

Im Jahr 2009 wurden wegen der genannten Gründe rund 6,5 Gigawatt Windstrom exportiert, denn der Export ist das wichtigste Instrument um eine Überlastung der Stromnetze zu vermeiden. Allerdings drängt sich mit dem Bau weiterer Offshore Windparks und dem damit in Zusammenhang stehenden Ausbau der erneuerbaren Energien, auch die Frage nach dem Ausbau der unbedingt notwendigen Stromtrassen immer weiter auf.

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