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Bundesnetzagentur bestätigt Rekordzubau 2011 – Röttgen trifft Solarbranche

9. Januar 2012 | Keine Kommentare | Hits: 909
Bundesnetzagentur

Röttgen knickt ein

Am heutigen Morgen gab die Bundesnetzagentur bekannt, dass im abgelaufenen Jahr 2011 ein Rekordzuwachs bei der Photovoltaik zu verzeichnen war. Mit 7500 Megawatt liege man über den Werten des bisherigen Rekordjahres 2010. Die vorläufige Auswertung der Daten ergab zudem, dass alleine im vierten Quartal 4150 Megawatt zugebaut wurden, Anlagen mit rund 3000 Megawatt sollen zudem erst im Dezember ans Netz gegangen sein.

Als Gründe für den Run zum Jahresende sind zum einen die unsichere Fördersituationen, also die Angst vor weiteren drastischen Einschnitten bei der Solarförderung, sowie die milde Witterung, als auch der Preisverfall bei Solarmodulen zu nennen. Die erneut hohen Zubauzahlen haben längst die Förderkritiker auf den Plan gerufen, Umweltminister Röttgen sieht den Grund für den starken Zubau unter anderem in der Forderung den Photovoltaik Zubau zu deckeln – dies habe bei vielen Menschen zu einer Kaufentscheidung geführt, die sie unter den aktuellen Förderbedingungen auch erst ein halbes oder ganzes Jahr später getroffen hätten.

In den nächsten Tagen plant der Umweltminister ein Treffen mit Vertretern der Solarbranche, in dem es unter anderem um die internationale Marktentwicklung der Photovoltaik, als auch um weitere Anpassung der Degression im EEG gehen soll. Röttgen betonte in einer Erklärung, dass es für eine erfolgreiche Energiewende unentbehrlich sei, verlässliche Rahmenbedingungen für Investoren und Verbraucher zu schaffen. In diesem Zusammenhang verwies er erneut auf den im EEG 2012 verankerten atmenden Deckel, der die Degression der Einspeisevergütungen je nach Zubau regelt. Die unerwartet hohen Zubauzahlen zum Jahresende 2011 bezeichnete er als „Schlusskaufreaktion“ die aus Unsicherheit und den ständig andauernden Diskussionen um die Solarförderung entstand. Die Pläne von Wirtschaftsminister Rösler, den Zubau zu deckeln, haben bei vielen Menschen die Angst geweckt, dass die Förderung für Photovoltaikanlagen ganz eingestellt werden könnte.

Ein weiterer interessanter Kommentar zum Photovoltaik Deckel war aus den Reihen der Grünen zu hören. Energieexperte der Partei Hans Josef Fell  ließ wörtlich verlauten „„Eine Deckelung würde die Solarwirtschaft genau zu dem Augenblick treffen, in dem sie ihre Kostensenkungsankündigungen wahr macht und Solarstrom immer günstiger wird. Bei einer Deckelung würde die Solarwirtschaft zerstört werden. Damit wären auch die hohen Anfangsinvestitionen für die Katz, die der Ausbau der Solarenergie in Deutschland mit sich gebracht hat. Jetzt, kommt die Zeit, die Ernte einzufahren. Das Dümmste, was man jetzt tun könnte, wäre beim Traktor den Motor abstellen, um Sprit einzusparen.“

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