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Anschaffungskosten und Förderung von Wärmepumpen – wann lohnt der Einbau

1. November 2010 | Keine Kommentare | Hits: 971

Wer in Deutschland ein Bauvorhaben in Angriff nimmt, dem wird vor allem in Energiefragen eine klare Richtung vorgegeben. Auf lange Sicht sollen Häuser ohne die Nutzung fossiler Brennstoffe auskommen. Dabei stellt sich in erster Linie die Frage, auf welche Technik Besitzer von Immobilien setzen sollen. Geht es um die Wärmeversorgung, so ist in jedem Fall die Wärmepumpe eine Option mit guten Perspektiven. Vor allem bei Neubauten können sich diese auszahlen.

Wärmepumpen erzeugen, wie der Name vermuten lässt, Wärme und kommen dabei ganz ohne die Nutzung von Gas und Öl aus. Unterscheiden lassen sich Wärmepumpen in drei Kategorien und zwar durch die Energiequelle, welche sie nutzen. Zu nennen sind hier die Sole-Wasser- Wärmepumpe, welche das Erdreich als Energiequelle nutzt, die Wasser- Wasser- Wärmepumpe, die Ihre Energie aus dem Grundwasser bezieht und die Luft-Wasser-Wärmepumpe, welche der Außenluft die Wärme entzieht.

Bei größeren Grundstücksflächen gilt die Sole-Wasser-Wärmepumpe als das effizienteste der drei Wärmepumpen Systeme. Grund dafür ist die konstante Temperatur von zehn Grad, welche ab zehn Metern Tiefe herrscht. Lediglich die Einbringung der Erdsonden bedarf bei diesem Vorhaben einer besonderen Genehmigung.

Anschaffungskosten einer Wärmepumpe

Die Deutsche Energie Agentur (Dena) beziffert den Anschaffungspreis für eine Wärmepumpe auf 16000€ – 20000€. Ob diese Anschaffungskosten sich auszahlen kann nur von Fall zu Fall beurteilt werden und hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen muss für die Beurteilung ob eine Wärmepumpe rentabel ist, die gesamte Gebäudesituation erfasst werden, zum anderen spielen bei einer Erdwärmepumpe die Bodenverhältnisse eine gewichtige Rolle. Die Art der Heizung sollte ebenfalls im Voraus genau bedacht werden. So eignen sich Wärmepumpen vor allem bei Systemen, welche eine geringe Vorlauftemperatur benötigen, wie dies etwa bei Wand- und Fußbodenheizungen der Fall ist. Deren Einbau in Altbauten wiederum kaum rentabel ist, während normale Heizkörper eine zu hohe Temperatur benötigen.

Wann lohnt der Einbau einer Wärmepumpe

Damit der Einspareffekt einer Wärmepumpe nicht einfach so verpufft, müssen Gebäude in denen eine entsprechenden Anlage integriert werden sollen, in einem guten bis sehr guten energetischen Zustand sein. Experten raten deshalb nur bei hoch gedämmten Neubauten oder auf Neubauniveau sanierten Gebäuden zur Anschaffung einer Wärmepumpe. Die Amortisationszeit für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus mit einer Gesamtwohnfläche von 130qm beträgt schätzungsweise zwischen 8 und 15 Jahre, je nach Gebäudetyp.

Förderung für den Einbau von Wärmepumpen

In Neubauten wird die Anschaffung von Wärmepumpen nicht mehr gefördert, während für sanierte Gebäude noch Zuschüsse beantragt werden können. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gewährt Förderungen in Höhe von 20€ je nach Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche. Beim Einbau einer Luftwasserwärmepumpe verringert sich die Förderung um die Hälfte. Für Gebäude mit nur einer Wohneinheit liegt der Höchstsatz für die Förderung bei 2400€, bei Gebäuden mit bis zu fünf Wohneinheiten bei 6000€. Zusätzlich kann ein Kombinationsbonus beantragt werden, für den Fall, dass mit der Wärmepumpe eine Solarkollektoranlage installiert wurde, die der Vorheizung der Luft dient. Dieser Bonus beträgt 500€.

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