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Kosten der Energiewende – wie teuer ist der Atomausstieg

31. März 2011 | 1 Kommentar | Hits: 501

Seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima in Japan ist der Widerstand gegen die Kernenergie so groß wie nie zuvor. Jedoch wirft der große Wille, der Kernenergie endgültig abzuschwören, auch immer mehr Fragen auf. Wie soll die Energieversorgung zukünftig aussehen und vor allem wie finanziert werden. Wie schnell und mit welchen Mitteln soll der Ausstieg aus der Kernenergie vorangetrieben werden, diese Fragen spalten derzeit das politische Deutschland.

Das derzeitige Dilemma der Bundesregierung ist vor allem der Atompolitik der letzten Monate geschuldet. So wurden die Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke erst kürzlich um viele Jahre verlängert und die Subventionen für erneuerbare Energien gnadenlos zusammengestrichen. Eine von der Kanzlerin selbst gegründete Expertenkommission soll sich nun in den nächsten Monaten mit den ethischen Fragen der Kernenergie befassen. Allerdings geht es auch um wirtschaftliche Aspekte vor allem bei der Frage welche Technologie der Atomkraft folgen soll und wie diese zu subventionieren sei.

Fakt ist, dass jeder fünfte deutsche einen kompletten Atomausstieg innerhalb der nächsten 5 Jahre möchte. Dafür sind viele Bürger auch bereit 20 Euro monatlich mehr auszugeben, wenn der Strom dann nicht mehr aus Atomkraftwerken stammt. Im letzten Jahr stammten etwas weniger als zehn Prozent des Primärenergieverbrauchs in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen, die prozentuale Verteilung der einzelnen Energieträger sehen Sie in der nachfolgenden Grafik:

Den größten Zuwachs verzeichnete 2010 die Photovoltaik. Jedoch ist der Anteil der Solarenergie mit 3,3 Prozent selbst unter den regenerativen Energiequellen sehr gering, weshalb vor allem die Solarsubventionen immer mehr Kritik ernten, da das Kosten/Nutzen Verhältnis scheinbar zu gering ist. Insgesamt wurden im Jahr 2010 25,5 Milliarden Euro an Subventionen für erneuerbare Energien gezahlt, wie sich diese verteilen können Sie folgender Grafik entnehmen:

Zwar rechne man derzeit mit jährlichen Mehrkosten von bis zu 5 Milliarden Euro durch die Photovoltaik Förderung, dennoch kann langfristig von einer fallenden EEG Umlage ausgegangen werden. Langfristig gesehen machen die Subventionen aber durchaus Sinn, denn laut Prognosen und Berechnungen wird die Photovoltaik im Jahr 2030 nur noch 200 Millionen Euro an Mehrkosten gegenüber dem allgemeinen Strom Marktpreis verursachen. Damit wäre die Photovoltaik günstiger als die Biomasse.

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Kommentare und Trackbacks zu diesem Beitrag

  1. 8. Juni 2011, 15:27 | #1

    Ich freue mich, dass man sich doch geeinigt hat, die AKW’s abzuschalten und sie anschließend mithilfe von erneubaren Energiequellen zu ersetzen. Ich bin mal gespannt wie lange Deutschland für den Umstieg von fossilen Energien zu erneuerbaren Energien braucht. Man muss wirklich aufhören, die Natur mit der Emission zu zerstören und man muss auch mal an unsere Nachkommen nachdenken. Die Katastrophe in Fukushima hat Deutschland endlich gezeigt, dass man das Restrisiko von der Atomkraft nicht verharmlosen kann. Ich wünsche mir, dass die anderen Länder genauso schnell ihre Atommeiler ausschalten werden und wir so nicht mehr in Angst leben müssen. Außerdem freue ich mich, dass auch Firmen wie knittel.de die erneubaren Energieträger fordern, indem sie auch selbst mit klimaneutralen Produkten arbeiten.

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