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„Helios“-Projekt soll den Griechen wieder auf die Beine helfen

9. Oktober 2011 | Keine Kommentare | Hits: 898

Helios nannte sich seinerzeit der griechische Sonnengott, heute nennt die griechische Regierung ein ehrgeiziges Solarstrom-Projekt so. Bereits bis 2020 soll sich der jährliche Stromverbrauch zu einem Drittel durch die Photovoltaik decken lassen. Damit dieses hehre Ziel auch erreicht wird, besuchte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler gemeinsam mit deutschen Solarunternehmen das stark verschuldete Griechenland. Frank Asbeck, Chef des Modulherstellers Solarworld, glaubt an das Potenzial.

Bereits jetzt gab Griechenland 1,1 Milliarden Euro für den Aufbau mehrerer Photovoltaik-Anlagen frei. Obwohl Griechenland ein sonnenreiches Land darstellt, blieb die Sonnenenergie bislang mehr oder minder ungenutzt. Insbesondere ausgeschöpfte Braunkohlegebiete könnten sich als Fläche für Solaranlagen andienen. Diese muss die griechische Regierung jedoch zunächst freigeben, dann darf gebaut werden.

Mit dem gigantischen Helios-Projekt soll die installierte Gesamtleistung bis 2020 auf 2,2 Gigawatt ansteigen, bis 2050 sogar auf zehn Gigawatt. Zum Vergleich: Derzeit liegt die Gesamtleistung aller Photovoltaik-Anlagen bei mageren 270 Megawatt. Auf dem griechischen Solarmarkt herrscht also eindeutig Nachholbedarf. Leider stoßen die Investoren, darunter etwa der Solarworld-Chef, schon vor dem Helios-Start auf mögliche Probleme.

So beträgt die griechische Einspeisevergütung für die Photovoltaik derzeit 55 Cent je kWh. Diese muss deutlich nach unten korrigiert werden, damit Anlagen wirtschaftlich betrieben werden können. Abermals zum Vergleich: Hierzulande liegt die gleiche Einspeisevergütung bei nur 28 Cent je kWh. Auch wenn sich Griechenland mit Deutschland ähnlich gut wie der Apfel mit der Birne vergleichen lässt, besteht auch hier dringender Lösungsbedarf.

Insgesamt 20 Milliarden Euro sollen bis 2020 als Investition nach Griechenland fließen. Es sei aber auch denkbar, bislang ungenutzte Fördergelder der EU zu nutzen. So liegen in Brüssel etwa noch 15 Milliarden Euro an Strukturfondsmitteln für Griechenland bereit. Ergo kann auch die EU-Kommission ihren Anteil leisten und die erneuerbaren Energien in Griechenland weiter ausbauen. Das Schuldenproblem wird die Photovoltaik wohl nicht lösen, wohl aber geringfügig abfedern und den Griechen langfristig wieder auf die Beine helfen.

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